Remembering Georg Floyd

Heute habe ich mir auf Twitter einen alten Tweet von mir rausgesucht https://twitter.com/ArnoldSchiller/status/1268329481401442306  als George Floyd trendete. Damit ich ihn nicht wieder suchen muss, lege ich die Zeilen als Artikel ab.

Ich kann nicht atmen.
Die Freiheit durchströmt mich,
wenn ich atmen kann.
Ich kann nicht atmen.

Ich kann nicht atmen.
In Freiheit ist es unbeschwert,
wenn ich atmen kann.
Ich kann nicht atmen.

Ich kann nicht atmen.
Von Lasten befreit
kann ich atmen.
Ich kann nicht atmen.

Ich kann nicht atmen.
Wenn ich atmen kann,
dann bin ich frei.
Ich kann nicht atmen.

Ich kann nicht atmen.
Freie Gedanken fliegen
fliegen an meinem Atem vorbei.
Ich kann nicht atmen.

Ich kann nicht atmen.
Wenn die Enge erdrückt,
von den Lasten bedrückt,
dann kann ich nicht atmen.

Nun nach obigen Zeilen gab es dann noch ein Update das ganze in Englisch zu übersetzen

I can’t breathe.
Freedom floods me,
if I can breathe.
I can’t breathe.

I can’t breathe.
Freedom is lightsome,
if I can breathe.
I can’t breathe.

I can’t breathe.
Freed from burdens
I can breathe.
I can’t breathe.

I can’t breathe.
If I can breathe,
then I’m free.
I can’t breathe.

I can’t breathe.
Free thoughts fly
fly past my breath.
I can’t breathe.

I can’t breathe.
When the tightness is crushing..,
weighed down by the burdens,
then I can’t breathe.

Das ganze ist aber noch nicht alles, was die Erinnerung betrifft.  2019 entstanden die Zeilen welches sich an ein Gedicht von 1979 anlehnt, welche Schwarz weiss Schwarz heisst

Sie schauen weg

Die Leiche bleibt zurück

Kein warum wieso

Und wieso

Gut Bös Gut . . .

Wo ist der Mensch

Bös Gut Bös . . .

Gestern und heute

und auch morgen

Keine Änderung der Welt,

Der Tod regiert

Die Leiche bleibt zurück

Sie schauen weg
 
 

 

 

 

schwarz weiß schwarz

Sie laufen weg

Er bleibt zurück

Warum wieso

Ausgestoßen

schwarz      weiß        schwarz . . .

Er ist doch auch ein Mensch

weiß       schwarz       weiß . . .

Vergangenheit oder heute

morgen oder gestern

Arme Welt, traurige Welt

Er ist alleine

Er bleibt zurück

Sie laufen weg


Eine Lanze für die Spinner

Denn sie wissen nicht was sie tun. Ich weiß es zwar auch nicht, aber so manches hat seine Ursachen. Ich hatte mir auch schon überlegt, ob ich diesen Artikel hier „Auf in die Hexenverbrennung“ statt „Eine Lanze für die Spinner“ nenne.

Es ist äusserst herausvordernd sich diesem Thema zu nähern. Die die Querdenker sind zweifelsfrei Spinner und es widerstrebt mir diese rechtsradikalen Vollidioten verteidigen zu wollen. Nur ich mache es mir zu einfach, wenn ich diese fehlgeleiteten Leerdenker einfach nur abstemple. Das ist nicht nur einfach, es ist auch falsch.

Im Grunde genommen sind sie nur das Phänomen einer total verrückt gewordenen Gesellschaft. Sie sind die Hexenverbrenner einer Hexenverbrennungsgesellschaft. Die Folterknechte der Unmenschlichkeit sind nicht die Ursache, sondern das Ergebnis einer fehlgeleiteten und ungerechten Gesellschaft.

Wenn wir in die Geschichte zurückschauen und den Irrsinn der zum Beispiel und Maximillian von Bayern in Bamberg statt fand, dann ist Bamberg nur der Exzess einer Gegenreformation. Der Fisch, heisst es, fängt am Kopf das Stinken an.

Die Mächtigen und Reichen einer Gesellschaft begreifen es zuletzt. Sie verstehen nicht nur nichts, sie wissen auch gar nicht mehr, was ihr Handeln auslöst und warum die Gesellschaft abdriftet.

Meine Lanze für die Spinner ist keine Lanze für den Unsinn, den diese sich gegenseitig erzählen. Nur ist dieser Unsinn gar nicht so groß, wie ein rationaler Mensch denken mag. Es ist mehr das Fahrwasser in das sich Menschen aufgrund gesellschaftlicher Verhältnisse begeben und niemand auch mit einem Intelligenzquotienten von 160 ist vollständig dagegen gefeit.

Somit stehe ich mit diesem Text hier vor einem ganz ganz ganz gewaltigen Problem. Für die einen wird er dumm sein und für die anderen ist er leicht abzulehnen. Es gibt kein rationales eineindeutiges Kriterium um diesen komplexen Sachverhalt verständlich zu formulieren.

Zumindest erweitere ich Stück für Stück meinen Wortschatz diesbezüglich. Soziale Dissonanz ist so ein Text darüber. Aber das alleine erklärt die verschiedenen Lebenswelten bei weitem nicht. Es dürfte jetzt so vier bis fünf Jahre her sein bei einem Bundesparteitag des Bündnis Grundeinkommens als ich stellvertretender Bundesvorsitzender war, da hatte ich unter anderem eine Diskussion mit einer Dame, die die Alternative für Deutschland verteidigte.  Nichts von dem was sie sagte war wirklich falsch. Das macht es auch so schwer die Menschenverachtung darin zu entlarven. Es ist das Fahrwasser und die Gedankengebäude, die durchaus auch rational schlüssig sein können.

Die Spinner, die sich nun am 20.3.2021 in Kassel getroffen haben, sind nicht mit Argumenten überzeugbar. Im Gegenteil wenn man nicht moralisch ein zutiefst verfestigter intelligenter Mensch ist, könnte durchaus die Gefahr bestehen, dass der eine oder andere die Seiten wechselt. Das mystische Denken des kleinen Kindes mag so manch einen sogar besonders dafür anfällig machen.

Diese Gedankengebäude an sich gab und gibt es schon immer in der Gesellschaft. Erich von Däniken wäre so ein Protagonist aus meiner Kindheit, der schon seit Ewigkeiten größten Unsinn verbreitet. Johannes von Buttlar wäre ein anderer. Es gibt Menschen, die gründen ganze Kirchen auf Unsinn.  L. Ron Hubbard  hat das tatsächlich gemacht.

Und damit wären wir bei Hexenverbrennung und der Gefahr, die wirklich von solchen Strömungen ausgeht. Eine destabilisierte Gesellschaft kann tatsächlich dadurch zerstört werden. Die Frage allerdings, die sich wirklich stellt, was macht eine Gesellschaft so instabil, dass Spinner das können.

Die Märchenerzähler, Spinner oder sonst wer, die gab es schon immer, aber sie haben nicht immer eine Chance. Eine kaputte, kranke und ignorante Gesellschaft gibt ihnen erst die Chance Massen zu verführen.

Und zumeist sind es die Führenden und Herrschenden, die diesen Spinner erst die Tür und das Tor öffnen. Sie bilden sich in ihrem herrschaftlichen Wissen ein alles zu wissen und besser zu wissen, aber haben schon längst den Kontakt verloren. Je mehr sie sich von allen Menschen entfernen und je größer die Kluft wird, desto mehr droht die Gefahr, dass die Gesellschaft zerbricht. Kassel ist nur ein Symptom. Das dieses Symptom dann noch dazu gefährlich ist, weil des das Virus durch die Republik verschleudert, kommt dann nur noch als I-Tüpfelchen drauf.

Und nein es ist nicht richtig auf die Spinner zu hören und ihnen zuzuhören. Man sollte auch nicht den Hexeninquisitoren zuhören, warum die Folter den Teufel hervorbringt. Zuhören sollte man den Ohnmächtigen, den Getriebenen, den Geschlagenen, den Gefolterten.

Doch das ist Illusion auch Max interessierte sich für die Hexen letzlich nicht und liess sie verbrennen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gamestop

Mit #GameStop gibt es  jetzt ein valides Argument für die seit Jahren geforderte #Finanztransaktionssteuer.

 Es gibt keinen Mangel an Meinungen darüber, was mit Gamestop , Robinhood, Traderepublic, Citatel, Melvin Capital und Reddit’s r/wallstreetbets los ist. Pluralistic.net hat das auf Englisch gut zusammengefasst.

Unter anderem schreibt er: Die Strategien der Mächtigen sind legitim, während die Strategien ihrer Möchtegern-Thronfolger nicht legitim sind. Manchmal sind sogar regelrechte Betrügereien in Ordnung, wenn sie von Leuten mit genug Macht durchgeführt werden.

Die Aufregung über den Handelsstop von RobinHood und Traderepublic resultiert auch daraus, dass das Geschäftsmodell dahinter meist nicht verstanden wird. Tatsächlich ist es das alte Spiel. Wenn ein Dienst umsonst ist, dann zahlst du mit deinen Daten.

Viele haben in der Vergangenheit gegen die Finanztransaktionssteuer argumentiert, dass die die kleinen Sparer treffen würde. Das ist falsch, denn die kostenlosen Brokerapps sind möglich weil mit diesen Daten im Computerhandel Geld verdient wird. Das würde auch dann der Fall sein, wenn es eine Finanztransaktionssteuer gäbe. Die Gewinne allerdings, die daraus entstehen kämen auch der Allgemeinheit zu Gute.

Im Falle von Gamestop beginnt die Geschichte damit, dass ein Hedge Fund gegen einen Einzelhändler in der Pandemie mit Leerverkäufen wettet. Ein Gegenspieler dieses Hedgefonds und Milliardär wie Eigentümer von Citadel wird durch die Handelsaktivitäten auf RobinHood darauf aufmerksam. Ab da wurde gnadenlos gezockt, was das Zeug hält.

Eigentlich macht Citadel sowas wie einen Front-Runner. Front-Runner schleusen sich in Transaktionen ein, indem sie spionieren. Wenn ich weiß, dass Alice einen Haufen von Bobs Aktien kauft, kann ich sie eine Millisekunde vor Alice aufkaufen, den Preis erhöhen und mit Gewinn an Alice verkaufen. Mit einer Finanztransaktionssteuer könnte sowas wegfallen.

https://marketsweekly.ghost.io/what-happened-with-gamestop/  schreibt:Der GameStop-Wahnsinn ist nicht David gegen Goliath. Es ist Goliath gegen Goliath, mit David als Feigenblatt.

Allerdings brachte mich die Gamestop Geschichte auf die Idee das viele kleine Davids trotzdem was in das Rollen bringen könnten.


D

Schwangerschaftsabbruch

 So funktioniert ein Schwangerschaftsabbruch (auch als “Abtreibung” bekannt)

Bestimmt wunderst du dich: Wieso finde ich auf der Webseite  eine Information zu Schwangerschaftsabbrüchen? Ganz einfach: Da die Ärztin Kristina Hänel mit Verweis auf den Paragraph 219a dazu verurteilt wurde, Informationen zu sicheren Schwangerschaftsabbrüchen von ihrer Webseite zu nehmen, ist es wichtig, dass betroffene Menschen diese Informationen dennoch erhalten.

Nun bin ich leider gezwungen, meine Informationen von der Webseite zu nehmen, sonst wäre ich am Ende finanziell ruiniert. Aber, wichtig: Alle Personen, die KEINE ABBRÜCHE MACHEN, dürfen über Schwangerschaftsabbrüche informieren. Bitte tut das jetzt! #219a
— Kristina Hänel (@haenel_kh) January 19, 2021

Frag den Staat

Zu einer freien Gesellschaft gehört Informationsfreiheit: Alle Menschen, insbesondere Frauen und Menschen mit Gebärmutter, müssen sich frei über Möglichkeiten eines Schwangerschaftsabbruchs informieren können.

Weil Ärzt:innen diese wichtigen Informationen aufgrund informationsfeindlicher Regelungen in § 219a StGB nicht mehr selbst bereitstellen dürfen, stellt FragdenStaat wichtige Informationen zum Ablauf legaler Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland bereit.

Liste von Ärztinnen und Ärzten, Kliniken und Einrichtungen

https://www.familienplanung.de/beratung/schwangerschaftsabbruch/praxen-kliniken-und-einrichtungen/
 

Die Zukunft ist tot

Karl Liebknecht hat kurz vor seiner Ermordung einen martialischen Text verfasst, der als Kind seiner Zeit wohl so verfasst sein musste. Sehr häufig bemühte er darin Spartacus und wie es vor über 100 Jahren üblich war zum Kampf. Und diese Schlacht singt die SPD noch heute in ihren Liedern und ist darin alt und konservativ. Die Zukunft ist tot.

Armin Laschet ist heute, da ich diese Zeilen schreibe, zum CDU Vorsitzenden gewählt worden. Er ist der visionslose Politiker der heutigen Zeit, der Zukunft noch nicht einmal denken geschweige denn formulieren kann. Es ist Dienstleister für eine Wirtschaft auf Tönnies oder sonstigen Gnaden, der die Bevölkerung einfangen muss, damit das Kapital herrschen kann. Selbst hat Armin Laschet keine Ideen für die Zukunft. Die Zukunft ist tot.

Olaf Scholz wurde von der SPD zum Kanzlerkandidaten gekürt. Auch ist der moderne Politiker, der keine Vorstellung der Zukunft hat und tief und fest in der Vergangenheit verwurzelt ist.  Der Arbeiter dient dort als Gallionsfigur um sich als links bezeichnen zu können, derweil gibt es die Arbeitnehmerschaft schon lange nicht mehr.  Was Marx oder Liebknecht zu befreien suchten und als Proletariat bezeichneten, ist so heutzutage nicht mehr existent. Geblieben ist das Klassensystem aus den Zeiten von Otto von Bismarck, dessen Bewahrer und Hüter die Sozialdemokratie geworden ist. Die Zukunft ist tot.

Janine Wissler trägt das Banner für Die Linke für ein klares linkes Profil für Frieden und soziale Gerechtigkeit in die stolze Vergangenheit. Was sich linkes Profil nennt, ist lediglich die konservative Verehrung alter Konzepte aus dem 19. Jahrhundert. Diese werden verehrt und geheiligt. Wollte ich mit diesen linken Marxisten ernsthaft über Zukunft diskutieren, befände ich mich schnell in einer politikwissenschaftlichen Grundsatzdiskussion über Begriffe. Exegesen, der fast biblisch orientierten Linken, sind so strukturkonservativ und in sich geschlossene Weltbilder. Die Zukunft ist tot.

Christian Lindner und seine Genossen führen das Wort Freiheit ständig herum und predigen eigentlich eine Art Wirtschaftstotalitarismus, welches nur noch ein Spot eine humanes liberales Weltbild ist. Es ist eher ein Abgesang auf die Freiheit und ein Lob auf den Egoismus in Selbstverknechtung ohne Sinn und Verstand. 

Robert Habeck und Annalena Baerbock sind weichgespülte Systemrevoluzzer, die Umweltthemen als stolze Flagge vor sich her tragen, aber mit der ursprünglichen Bewegung aus Anfang der 1980er Jahre nichts mehr zu tun haben. In der Praxis kommen die Ideen nur noch in homöopathischen Dosen daher. Irrationale Weltbilder der Homöopathie verteidigen sie hingegen bestens in der Praxis. Die Zukunft ist tot.

Der politische Arm des Rechtsterrorismus, der sich Alternative nennt, aber zu nichts eine Alternative ist, marschiert mit den Dummen in die Vergangenheit. Die Namen ihrer Protagonisten will ich nicht einmal nennen. Sie sind selbst im Schafspelz Wölfe die wie Rattenfänger auf Stimmenjagd sind. Die Zukunft ist tot.

Die bayerische Variante der CDU, die sich sozial nennt mit Söder, Scheuer, Seehofer ist vor allem machtgierig und zum Teil menschenverachtend. Aber deren Wähler wählen diese Repräsentanten auch dann noch, wenn sie verurteilte Kriminelle sind. Dieser machtkonservative Haufen hat von Zukunft noch nie etwas verstanden, sondern eher was vom Zement der Mafia. Die Zukunft ist tot.

Die sogenannten freien Wähler sind nicht nur ideenlos, sondern sowas wie die ausgegründete innerparteiliche Opposition der CSU. Dabei sind sie nicht ganz so machtversessen aber strickt gegen das Neue und gegen die Veränderung. Die Zukunft ist tot.

Die ganzen Kleinparteien, die sich aus welchem Anlass auch immer gründen, sind sicherlich Idealisten allerdings zumeist nur mit Partikularinteressen wie die neu aufkommende Klimaliste. Zumeist wird über das Partikularinteresse nicht hinausgedacht oder schlimmer wie bei den Humanisten sogar an der Vergangenheit einer giftigen Atomkraft festgehalten.  Einige wie die Tierschutzpartei oder die Veganer fangen ihre Wähler mit diesen Teilinteressen ein. Gerade Tierschutzparteien gibt es mehrere. Es wundert mich, dass es noch keine Kinderpartei gibt, Rentnerparteien gab es ja schon. Die Zukunft ist tot.

2016 habe ich mich in das Experiment begeben ein Zukunftsthema als Partikularinteresse zur Wahl zu stellen. Es nannte sich BGE und trug als Parteinamen Bündnis Grundeinkommen. Es fanden sich keine 100.000 Wähler in Deutschland dafür, obwohl es gelang als erste Neugründung in allen 16 Bundesländern anzutreten. Die Zukunft ist tot.

Ich begann mit Karl Liebknecht und ich will nicht martialisch in die Schlacht ziehen und das Blut der Ahnen beschwören. Er nannte seinen Artikel „Trotz alledem!“ – Ich bin 2009 in die Piratenpartei eingetreten, da ich eine Zukunft sehen will, die positiv von uns allen gestaltet wird. Ich bin bei einer dieser toten Parteien, die ich oben nannte ausgetreten. Persönlich war ich mit 15 in die Jugendorganisation dieser Partei eingetreten, weil sie vor 50 Jahren ein Programm beschlossen hatte, das ich mit fünf noch nicht gelesen und verstanden hatte, aber mit 15 Jahren fand ich es toll. Auch heute noch finde ich die Freiburger Thesen gar nicht mal so schlecht. Wenn ich auch sagen muss für ein 50 Jahre altes Programm schwer veraltet, aber im Gegensatz zu dem was heutzutage an Parteiprogrammen existiert fast schon erfrischend. Nur was nützt ein Parteiprogramm, das niemals Wirklichkeit wird. Es führt in eine tote Zukunft, wenn die Zukunft nicht angegangen wird. Seit 40 Jahren erlebe ich jetzt die Klimaschadenspolitik und seit 30 Jahren erlebe ich die Unfähigkeit mit der digitalen Welt umzugehen. Die Piraten waren nun die Partei, in der ich 2009 sie nach drei Jahren Betrachtung von Aussen als die Partei wahrnahm, wo die Zukunft lebt. Die Zukunft lebt. Trotz alledem! – Allerdings wenn die Zukunft nicht gewählt wird, was ich ja immer und immer und immer wieder erleben muss, dann muss ich feststellen:



Die Zukunft ist tot!

Borys Sobieski – über ein EX-AfD-Mitglied

Hallo Du, ex AfD Mitglied….

….du wurdest dieses Jahr Mitglied bei uns. Deine Vergangenheit bei der AfD hast du bei der Anmeldung natürlich verschwiegen. Dafür warst du sehr penetrant darin einzufordern das doch bitte jemand vom Landesvorstand sich mit Dir in Verbindung setzt.

Nun, das passierte, bzw. Du bekamst meine Telefonnummer um dich mit mir in Verbindung zu setzen. Du schriebst mehrere Nachrichten und irgendwann telefonierten wir. Jetzt kamst Du mit Deiner Vergangenheit heraus. Du erzähltest mir davon das Du bis zum November 2019 ein Mitglied der AfD gewesen bist. ABER, du bist ja nun dort ausgetreten, denn die AfD wäre nichts für dich. Du fühltest dich enttäuscht, verraten und betrogen. Der Landesverband, der Landesvorstand der AfD honorierte Deinen Einsatz für die AfD nicht. Schlimmer noch, nicht nur Deinen, sondern auch den Deiner Freunde, Bekannten, der AfD Mitglieder Deines Kreisverbandes.

So zumindest hast Du es mir erzählt. Du, Ihr, habt euch für die AfD Engagiert, Infostände organisiert, Mitglieder geworben, Spenden gesammelt und einen Kreisverband aufgebaut.

Und für was? Der Landesvorstand hat das nicht gewürdigt, die AfD ist im Landtag und noch immer müsst ihr den aufreibenden Straßenwahlkampf auf euch nehmen. Das Lob dafür bekommen andere. Und das was ihr den Bürgern, den Interessenten erklärt, ist immer weniger das für das ihr die AfD gehalten habt.

Enttäuschend! Da reisst ihr euch den Arsch auf, stemmt einen Wahlkampf, sammelt Unterschriften und versprecht der Familie, Freunden und Bekannten und jedem der euch zuhört die große Revolution und den großen Umbruch.

Und was bekommt ihr? Eine Landtagsfraktion der eure Versprechen egal sind, ok das hätte euch klar sein können, hättet ihr das Programm der AfD gelesen, eine Landtagsfraktion die sich spaltet und streitet. Nicht des Programmes wegens, nein es geht darum wer weniger Rechtsradikal ist. Spoiler: An sich geht es wie weit man als Faschist gehen darf.

Überraschung? Wohl kaum! Aber im November 2019, nachdem Teile der AfD vom Verfassungsschutz beobachtet werden ist für euch, die braven Bürger, die lokalen Unternehmer, die AfD dann doch zu „rechts“.

Also tretet ihr aus, kehrt der AfD den Rücken und schaut euch um. Denn in der Politik mitmischen, was bewegen, etwas gegen „die da Oben“ tun, das verbindet, das treibt an.

Und das war der Zeitpunkt in dem ihr auf die PIRATEN kamt. Basisdemokratisch, jeder kann mitmachen, und irgendwie gegen das vorherschende System. Klingt ja perfekt oder?

Nun so perfekt ja wohl nicht, ihr wolltet ja erst mit dem Landesvorstand sprechen. Einfach beitreten war zu einfach, zu unspektakulär. Ihr wollt euch ja verkaufen.

Nun das habt Ihr getan, ich habe mit mir liebes ex AfD Mitglied telefoniert. Du erzähltest mir wie der weitere Rechtsruck der AfD dich gestört hat. Nicht weil die AfD rasistisch und fasischtisch ist, nein, nur weil ja nun der Verfassungsschutz auf einige der AfD blickt und das ja auch euch treffen könnte. Und ausserdem ist der Landesverband in Baden-Württemberg ja euch gegenüber so ugerecht.

Kein Wort darüber das Rasissmus euch stört, das rechtes Gedankengut euch stört. Nein, der Landesvorstand hat euren Einsatz nicht so gewürdigt wie ihr das gerne hättet.

Und überhaupt müsse man ja etwas gegen „die da oben“, die Politiker tun. Das würde die Gesellschaft fordern. Und Du, Ihr habt die Kontakte, ihr seid viele, ihr könntet gleich einen Kreisverband gründen und den Wahlkampf voranbringen.

So wie ihr das für die AfD gemacht habt.

Nun liebes ex AfD Mitglied, das hat wohl nicht ganz hingehauen. Termine mit uns nahmst Du nicht wahr. Warum auch, schliesslich müssten wir Dir ja Dankbar sein. Und das mit Corona, blöd das wir als PIRATEN diesen Virus ernst nehmen.

Nun ja, immerhin hast Du dich kurz nach dem letzten vereinbartem Termin entschuldigt und angemerkt das die PIRATEN eventuell doch nichts für dich sind.

Nein? DOCH! Ohhh..!

Kurze Zeit später kam Deine Austrittsschreiben. Den zwischen all der Mails und Telefonaten beglichst du den offenen Mitgliedsbeitrag und warst kurze Zeit wirklich PIRAT.

Dein Austritt wurde selbstverständlich zur Kenntnis genommen. Vielen Dank für den vollen Mitgliedsbeitrag 2020.

Und nun, warum schreibe ich das? Gestern bekam ich einige Screenshoots von Dir geschickt. Das sollte mir wohl zeigen was ich verpasse und das Du jetzt etwas besseres als die PIRATEN gefunden hast.

Keine Frage, die BASIS passt besser zu Dir. Das Feigenblatt der Basisdemokratie, der Beteiligung, des Protestes, das alles bietet Dir die Illusion auf der richtigen Seite zu stehen. Du, Ihr gegen die da in der Politik. Und wahrscheinlich glaubst Du das alles auch. Du glaubst etwas gegen die Politik, die Regierung machen zu müssen. Damit Deutschland so Deutsch bleibt wie Du es kennengelernt hast. Du hast wahrscheinlich auch einen deutschen Pass. Aber „Deutsch“ bist Du nicht. Das ist aber egal, solange du Deutscher bist als andere. Und überhaupt, Hauptsache „weiß“, Hauptsache kein Flüchtling. Das Deine Eltern oder Grosseltern einmal ihr Land verlassen haben und du damit das Glück hattest hier in Deutschland aufzuwachsen, vollkommen egal. Und überhaupt, im Osten sympathisiert man doch eh mit den wahren Deutschen. Und der Widerstand 2020, Querdenken, das alles ist doch sowieso das was in Deutschland zu kurz kommt. Deswegen jetzt die BASIS, nein das ist natürlich keine Partei der Corona Gegner, die sind nur dabei, es ist DIE BASIS.

ABER, seid ihr denn eine Partei? Und ganz ehrlich, PIRAT warst Du noch nie. Du hast die Piratenpartei nicht verstanden, du hast eine offene, eine diverse Gesellschaft nicht verstanden.

Die PIRATEN wären halt praktisch gewesen. eine funktionierende Verwaltung, funktionierende Gliederungen, Basisdemokratisch und damit „leicht“ zu übernehmen.

Nun es tut mir nicht leid das wir PIRATEN genau das nicht sind. Ja, wir sind offen, wie lieben die Meinungsvielfalt, wir sind divers, wir sind streitbar und wir sind gut organisiert.

Wir sind aber nicht gutgläubig, leicht zu unterwandern, blauäugig. Und schon gar nicht sind wir die nächste Stufe für Menschen die mit den menschenverachtenden Ansichten der AfD kein Problem haben.

Die PIRATEN sind,

Antifaschistisch
Divers
Weltoffen
eine Weltweite Bewegung
Augeklärt
Linksliberal
Und ich bin stolz darauf PIRAT zu sein, Mitglied, Vorsitzender in Baden-Württemberg, Generalsekretär der Piratenpartei Deutschland und vor allem Teil einer Weltumspanneden Bewegung.

Klarmachen zum ändern! Für Freiheit, Würde und Teilhabe.

Borys Sobieski

Linux Mint Debian

 Nachdem ich die LiveCD vier Tage benutzt hatte, bin ich dabei geblieben und habe es kurzerhand über mein Altsystem mit der manuellen Installation drüber installiert. Das ist nicht sauber, den die Binaries der alten Installation bleiben dabei erhalten. Die Paketliste ist dabei dann die von Linux Mint und es liegt damit natürlich viel altes Zeug auf der Festplatte herum.  Andererseits will ich ja auch alle Programme, die ich vorher benutzt habe auch nachher wieder benutzen.  Mit find . -type f in /mnt/sda1 > dateien habe ich mir eine Liste gemacht, was so alles rumliegt und

#!/bin/bash
awk '{printf "dpkg -S %s\n", $1}' dateien | sh | grep Kein

zeit mir alle Dateien an, die zu keinem Paket gehören. Leider funktioniert ein Pipe auf

awk '{printf "apt-file find %s\n", $8}' 


nicht, dann hätte ich die Liste der zu installierenden Pakete gleich, die noch fehlen. Aber das macht nichts, wenn ich die Ausgabe in eine Datei umleite, dann mache ich es halt auf die Datei  ./suchkeinpaket.sh &> ausgabe und

awk '{printf "apt-file find %s\n", $8}' ausgabe | sh


So fällt dann auf, dass gewisse Pakete in Buster einfach nicht existieren. gif2png zum Beispiel oder auch mp4tag – nicht das ich die Tools jetzt aussergewöhnlich oft benutze, aber manchmal sind sie halt nützlich und in irgendwo in der Gewohnheit verankert. Die Pakete existieren an sich entweder in testing, unstable oder oldstable. Ubuntu 18.04 baute auf buster/sid und nicht auf buster auf.  Deswegen ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Pakete in sid sind. In der Zwischenzeit ist sid aber bullseye und nicht mehr buster.

Einerseits will ein stabiles System und andererseits will ich auf gewohnte Pakete nicht verzichten. Das hat mich jetzt dazu gebracht an LMDE folgende Änderungen für apt vorzunehmen.

#/etc/apt/apt.conf.d/00default 
APT::Default-Release "stable";

Das stellt mir zunächst mal sicher, dass ich eigentlich „stable“ haben will, es sei denn Stable hat das nicht, was ich will. Linux Mint Debian arbeitet auch mit /etc/apt/preferences.d
 und hat für die Mintpakete einen Präferenz von 700 und 750 angegeben. Deswegen habe ich mir für Debian stable

# /etc/apt/preferences.d/stable.pref
# 500 <= P < 990: causes a version to be installed unless there is a
# version available belonging to the target release or the installed
# version is more recent 

Package: *
Pin: release a=stable
Pin-Priority: 600


mit einem geringeren Wert erstellt um Linux Mint vor Debian Buster zu nehmen, wird das gewünschte Paket dort nicht gefunden, soll apt in testing nachschauen.

# /etc/apt/preferences.d/testing.pref
# 100 <= P < 500: causes a version to be installed unless there is a
# version available belonging to some other distribution or the installed
# version is more recent

Package: *
Pin: release a=testing
Pin-Priority: 400

Und war das immer noch nicht erfolgreich, dann gibt es vielleicht noch ein altes Paket:

#/etc/apt/preferences.d/oldstable.pref
# 0 < P < 100: causes a version to be installed only if there is no
# installed version of the package

Package: *
Pin: release a=oldstable
Pin-Priority: 99


Auch dann kann es sein, dass ich immer noch nicht mein Paket habe, also gehe ich noch eine Stufe weiter und werde instabil:

# /etc/apt/preferences.d/unstable.pref
# 0 < P < 100: causes a version to be installed only if there is no
# installed version of the package

Package: *
Pin: release a=unstable
Pin-Priority: 50

Und in der letzten Verzweiflung, weil das Paket immer noch nicht da ist schliesslich die experimentelle Pakete:

#/etc/apt/preferences.d/experimental.pref
# 0 < P < 100: causes a version to be installed only if there is no
# installed version of the package

Package: *
Pin: release a=experimental
Pin-Priority: 1


Die Quellen für oldstable, stable, testing müssen dann natürlich auch in /etc/apt/sources.list.d vorhanden sein

# Beispiel für Testing /etc/apt/sources.list.d/testing.list
deb http://security.debian.org /debian testing main
deb http://debian.mirror.net-d-sign.de/debian/ testing main contrib non-free
deb http://debian.mirror.net-d-sign.de/debian/ testing-updates main contrib non-free
deb http://debian.mirror.net-d-sign.de/debian/ bullseye-backports main contrib non-free


Ein paar Pakete sind wohl auch nur in http://www.deb-multimedia.org/  zu finden

deb https://ftp-stud.hs-esslingen.de/pub/Mirrors/debian-multimedia/ stable main
deb-src https://ftp-stud.hs-esslingen.de/pub/Mirrors/debian-multimedia/ stable main


Und was ich jetzt nicht nachinstallieren kann, werde ich mir wohl überlegen, ob ich es lösche oder was es genau ist und warum das mal auf die Festplatte gelandet ist. Sowas wie ldapauthsearch.c ist ein kleines Progrämmchen, welches Authorisierung bei einem konkreten LDAP-Server vornimmt und natürlich kein Paket kennt, aber vielleicht mal gegen die neue Distribution kompiliert werden sollte. Das alte Binary funktioniert allerdings übrigens auch das alte gif2png tat es ohne klagen, würde aber eben nicht durch das Packagemanagement gepflegt und upgedated.

Bis jetzt gefällt mir Linux Mint Debian sehr gut. Cinnamon ist ein schöner Fenstermanager, der nur ein klitzekleines Problem hat, wenn zuviele Menüpunkte vorhanden sind, dann sprengt er das Display. Das gleiche macht Cinnamon bei zuvielen Wlans in der Networkmanageranzeige. 

Cinnamon Menü
Cinnamonmenü sprengt die Anzeige

 

Auf obigen Screenshot ist die Auswahl auf Barrierefreiheit, welche aber bereits nicht mehr zu sehen ist und die Untereinträge hat 6 Menüpunkte, wobei der erste Cellwriter ist und  davon ist gerade noch der letzte Screenmagnifier zu sehen. Die Eingabezeile oberhalb des Menüs zu erreichen ist da erst Recht unmöglich. Das ist äusserst ungeschickt von Cinnamon.  Leider ist es im Menüeditor nicht möglich die Hauptmenüs umzuarrangieren um zum Beispiel Barrierefreiheit als Untermenü von Zubehör zu machen. Das ist schade, der Fenstermanager an sich gefällt mir nämlich. Der Workaround schaute dann so aus, einfach Menüeinträge zu löschen, was aber dann natürlich die dazugehörigen Programme nicht mehr über das Menü zugänglich hält. Was für mit mit Alt+F2 an sich kein Problem ist, wenn ich weiß, was ich starten will. Aber manchmal hat man den dazugehörigen Befehlsnamen einfach vergessen oder weiß ihn schlicht nicht. Die Befehle sind ja meist auf Englisch und was schnell über „Einstellungen“ gefunden wird, heisst dann in Wirklichkeit cinnamon-settings oder „Benutzer“ ist dann in Wirklichkeit cinnamon-settings-users. 

Wen wie mich stört, dass bei einem update-initramfs ein ‚dead_belowmacron‘ auftaucht, der kann sich ja einfach das in der  Datei /usr/bin/ckbcomp

my %xkbsym_table = (
    'dead_belowmacron' => 'fe68',
    'space' => '0020',

hinzufügen und die Fehlermeldung ist weg. Was mich betrifft, bleibe ich erstmal bei Linux Mint in der Debianvariante. Mit den obigen Änderungen habe ich vermutlich alles was ich brauche.




LMDE 4.0 oder Mint Debian

ecryptfsLinux Mint in der Geschmacksvariante Cinnamon und Debian überrascht positiv. Gestartet wurde die LiveCD mit dem Grubeintrag:

menuentry "lmde-4-cinnamon-64bit.iso" {
insmod part_msdos
insmod fat
insmod gzio
insmod ext2
set root='hd0,msdos2'
set isofile="/lmde-4-cinnamon-64bit.iso"
set cmdline="locales=de_DE.UTF-8 keyboard-layouts=de timezone=Europe/Berlin"
loopback loop $isofile
linux (loop)/live/vmlinuz boot=live config findiso=$isofile $cmdline
initrd (loop)/live/initrd.lz

}

Grundlegendes zu Liveisoboot gibt es hier

Ok wie immer muss ich meine Lieblingstools wie vi reparieren mit einem apt install vim-nox aber bei Mint muss ich mir hierzu keine Quellen in /etc/apt/sources.list hinzufügen. Das Kommando genügt und ich habe einen bedienbaren vim. VI ist kein schlechter Editor er wird nur von allen Distributionen grottig ausgeliefert und in den Anleitungen wird immer nano verwendet. Ich kenne VI schon aus uralten Zeiten als es noch kein Linux gab und ja meine allererste Begegnung mit war ein ständiges Fragen des Vorgesetzten. Hat man die Tastenkombinationen aber erstmal verinnerlicht, dann möchte man diesen Editor auf der Kommandozeile nicht mehr missen. Kein Editor ist so schnell in kurz mal eine Datei editieren. Mit Nano fühle ich mich jedes mal behindert.

  LMDE 4.0 überrascht schon dadurch, dass ecryptfs bereits in der LiveCD dabei ist. Nachdem ich mir findiso mit Schreiberechtigungen remounted habe
cd /home
tar -cf mint.tar mint
cd /run/live/findiso/
tar -xf /home/mint.tar
mount -o bind /run/live/findiso /home
cd /home/mint
cp .Xauthority .ICEauthority /home/Benutzerverzeichnis
vi /etc/sudoers  und Benutzer unter root in die sudoers eintragen für den privatemount
sollte der Benutzer die ID 1000 haben gibt es noch das kleine Problem zu beheben, dass mint auch die Benutzer ID 1000 hat.
passwd mint
und gleiches Benutzerpasswort wie das verschlüsselte Verzeichnis hat vergeben.
In der /etc/passwd /home/mint auf /home/Benutzerverzeichnis ändern.
su – Benutzer

Wie sagte Boris so schön „Ich bin drin.“ verschlüsselte Daten wieder im Zugriff.  Wenn ich also Linux Mint in der Geschmacksvariante Debian installiere sollte das rankommen an meine Daten kein Problem sein.

 

 

Immer das gleich Thema bei allen bisherigen Distributionen, das kein Clipboardmanager installiert ist. Ich weiß gar nicht wie man ohne einem solchen Tool leben kann. diodon funktioniert auch unter Cinnamon unter KDE benutze ich klipper. gpaste will wohl nur unter Gnome richtigoder sowas es gibt sogar für Cinnamon ein Gpaste-Reloaded applet, aber das mag hier nicht oder aber vielleicht meldet es sich bei einer Neuanmeldung. Auf der Livecd sind keine Lokalisierungen dabei. Unter Mint heissen die Pakete nicht wie unter Ubuntu mit locale also thunderbird-locale-de zum Beispiel sonder  thunderbird-l10n-de oder chromium-I10n. Apropos Chromium ausser dass das Paket nicht chromium-browser heisst ist es ein echter Browser und kein  Snap-Paket wie bei Ubuntu Focal.

enigmail ist bei der LiveCD auch nicht dabei. Soweit ging der Service bei der LiveCD von LMDE dann doch nicht. Aber ansonsten ist eigentlich alles da. Die Oberfläche meldet sich aufgrund der Bootparameter auf deutsch. Die meisten Locales sind also da nur von einzelnen Programmen wie LibreOffice nicht. Gimp fehlt auch in der LiveCD, was ja dann bei der Festplatteninstallation kein Problem ist. Aber solange ich hier mit LiveCDs arbeite, geht halt jede Installation in das Overlay und belastet das RAM.

To be continued, dauert jetzt vielleicht länger, das System teste ich glaube ich länger. Es gefällt mir. 

To be continued….

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ecryptfs

Manches ist einfach Geschichte und so bin ich rein historisch bei ecryptfs gelandet. In den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts war Verschlüsselung noch nicht das Thema. 2006 dann zog es auch auf der Benutzerebene ein. Alles was heutzutage so als sicher gilt, gab es damals noch nicht. ecryptfs war das was in den Linuxkernel gewandert ist. Und so kommt es das mein Heimatverzeichnis damit verschlüsselt ist. Es hat die diversen Releasewechsel überlebt und ist verschlüsselt so gewachsen.

Man erzählt sich, dass der Support dadurch stirbt, dass der Entwickler von Ubuntu zu Google gewechselt ist. Ausserdem sei es unsicher. Naja es ist nicht unsicherer als es 2010 war und ist auch in 2020 noch genauso sicher oder unsicher. Aber ja es stimmt, mit einem physischen Zugriff auf die Maschine ist es möglich das Heimatverzeichnis immer zu entschlüsseln, wenn man das Passwort des Benutzers kennt. Oder wenn man das  Passwort nicht kennt als Alternative der /etc/passwd und der /etc/shadow habhaft wird.

Ich persönlich betrachte das als Vorteil dahingehend, das ich an die Daten rankomme, wenn gewisse Bedingungen erfüllt sind. Ich brauche physischen Zugriff, ich weiß mein Passwort oder habe Zugriff auf /etc/shadow und die BenutzerID. In allen anderen Fällen habe ich verloren. Allerdings brauche ich nicht einen Key in dem Büro, dass vom Tiger bewacht wird welches den Abrissbescheid der Erde veröffentlicht hat. Tatsächlich birgt die perfekte Verschlüsselung das Risiko, das beim Verlieren eines einzigen Bausteins, die Daten für immer verloren sind, denn niemand auf dieser Erde wird sie mit vertretbaren Aufwand entschlüsseln können. Es ist ein Frage der Abwägung. In diesem Sinne betrachte ich ecryptfs nicht als perfekt sicher, aber als brauchbar.

Es erhöht für mich das Sicherheitsniveau dahingehend, dass meine Daten nicht für Hinz und Kunz auf Anhieb greifbar sind, weil sie nicht unverschlüsselt auf der Festplatte liegen. Bei einem blossen Start des Systems sind die Daten auch nicht zugänglich, es sei denn jemand wüsste mein Loginpasswort. Solange ich mich nicht eingeloggt habe kann niemand mit den Daten was anfangen, auch nicht mit einer BootCD.

Dennoch ist es einfach mit einer BootCD die Daten zu entschlüsseln.  Nehmen wir Debian Buster, was hier gerade läuft. Ich hatte das Isofile auf die Gleiche Partition gelegt in dem mein verschlüsseltes Heimatverzeichnis liegt. Wie das geht steht hier. Bei Buster ist im Gegensatz zu Ubuntu das isodevice nicht im Schreibzugriff, da dort aber auch mein verschlüsseltes Home liegt, zunächst mal ein:

mount -o remount,rw /dev/sda2 /run/live/findiso

Wo auch immer /etc/shadow /etc/group und /etc/passwd gespeichert ist vom Originalsystem mit dem Home mal verschlüsselt wurde, die sind für die Schritte notwendig. Ich habe sie und deswegen mache ich ein:

cat passwd >> /etc/passwd
cat shadow >> /etc/shadow
cat group >> /etc/group


Leider gibt es kein ecryptfs in Buster also muss ich mir das bauen. Dazu brauche ich den Quellcode denn ich mit:

bzr branch lp:ecryptfs

bekomme.  Ja, bzr ist auf in der Bootcd nicht installiert aber ein apt install schafft hier Abhilfe und dann kann ich mir ja auch gleich

apt install bzr distro-info dh-autoreconf dh-python intltool libglib2.0-dev libkeyutils-dev libnss3-dev libpam0g-dev pkg-config python-dev swig

installieren. Diese ganzen Pakete  braucht ecryptfs.

cd ecryptfs und dpkg-buildpackage -b -ui baut mir dann die notwendigen Pakete für Buster, die sich alle ausser ecryptfs-utils installieren lassen, warum auch immer die Abhängigkeit libnss3-1d  in den Orginalsourcen definiert ist, aber daran scheitert es. Das macht aber nichts, das dpkg-buildpackage war eigentlich nur dazu da, damit die ganzen Pfade im make debian-like sind. Nachdem das erfolgt ist, kann ich einfach ein make install machen und ecryptfs ist nun im overlay verfügbar.

cp -r /home/user  /run/live/findiso
mount -o bind /run/live/findiso /home
vi /etc/sudoers  und Benutzername zu den sudoers hinzufügen
chmod u+s /usr/sbin/mount.ecryptfs_private
su – Benutzername

Das Verzeichnis ist dann entschlüsselt und zugänglich. Nun startet Buster unter Wayland, was ich noch nicht rausgefunden habe, wie ich die Authority in demselben Xwayland umziehe. Ein Strg+Alt+F3 auf die Konsole sich dort einloggen und dann startx bringt die alte Arbeitsumgebung zurück. Ich habe den Verdacht dass bei der LiveCD Buster kein gdm komplett konfiguriert ist. Weder abmelden noch Benutzerwechsel funktioniert nach diesen Schritten.

To be continued ….

 

Beowulf und Buster

Buster in die Tonne zu treten, war etwas voreilig. Der Kerneloops kommt auch bei Beowulf vor und deswegen habe ich mir das nochmal angeschaut.

Jeder Kernel der LiveCDs hat anscheinend unterschiedliche Bootparameter. Da gibt es wohl keine Standards. Unter Ubuntu liegt der Kernel in /casper  unter MX-Linux in /antiX und bei Debian und Devuan in /live – das aber alleine langt als Wissen nicht. MX-Linux ist bisher der schwerste Brocken, dessen Bootscripte suchen nach Devices eine Isodatei ist halt kein klassisches Gerät wie /dev/sr0 usf. ich habe noch nicht rausgefunden wie ich dem vmlinuz von MX-Linux beibringe auf loop zu suchen.

Ubuntu 16.04 sieht zum Beispiel so aus:

 linux (loop)/casper/vmlinuz.efi boot=casper iso-scan/filename=$isofile noprompt noeject locale=de_DE bootkbd=de console-setup/layoutcode=de

Ubuntu 18.04 dann so:

linux (loop)/casper/vmlinuz boot=casper iso-scan/filename=$isofile noprompt noeject locale=de_DE bootkbd=de console-setup/layoutcode=de
initrd (loop)/casper/initrd.lz

Und Ubuntu 20.04 wieder anders:

linux (loop)/casper/vmlinuz iso-scan/filename=$isofile file=/cdrom/preseed/ubuntu.seed boot=casper locale=de_DE bootkbd=de console-setup/layoutcode=de quiet splash ---
initrd (loop)/casper/initrd

Die Variablen set root und set isofile sind eigentlich bei allen Distributionen gleich.  Wenn das Isofile auf der ersten Festplatte der ersten  Partition liegt, dann wäre es

set root='hd0,msdos1'

Ich lege mir die zu testen LiveCDs aber immer auf die zweite Partition msdos2, da ich später das System auf die erste Partition installieren will. Die zweite Partition ist auch mein /home wo meine Daten liegen und die will ich auch bei Neuinstallation behalten. Ausserdem hat sich das bei Ubuntu bisher bewährt, dass ich damit nicht immer wieder alles neu einrichten muss und ein Rettungssystem immer im Grub zur Verfügung habe.

Nun musste ich feststellen, dass zwischen den Distribution nicht nur das Verzeichnis anders ist, sondern die Kernelbootparameter nicht übertragbar sind. Bei Devuan Beowulf funktioniert folgendes:

set root='hd0,msdos2'
set isofile="/devuan_beowulf_3.0.0_beta3_amd64_desktop-live.iso"
set cmdline="locales=de_DE.UTF-8 keyboard-layouts=de timezone=Europe/Berlin"
loopback loop $isofile
linux (loop)/live/vmlinuz boot=live config findiso=$isofile $cmdline username=devuan apparmor=0 
initrd (loop)/live/initrd.img

funktioniert unter MX-Linux leider nicht

keyboard-layouts=de 

verursacht einen Kerneloops, aber so kommt es, dass Buster nochmal eine Chance bekommen hat. Momentan schreibe ich unter Buster, weil mir das XFCE in der Konfiguration von Devuan nicht gefallen hat. Es wird sich sichelich einstellen lassen, dass das Touchpad auf Tippen reagiert, aber ich habe die Einstellung unter Devuan nicht gefunden. Buster hingegen hat zwar diese Einstellung auch, dass Tippen standardmässig ausgeschaltet ist, aber in der Oberfläche ist es dem Ubuntu sehr ähnlich und Einstellung Touchpad hat mir das wiedergegeben. In der grub.cfg für Debian Buster sieht dass dann so aus:

set root='hd0,msdos2' 
set isofile="/installdebian.iso"
set cmdline="locales=de_DE.UTF-8 keyboard-layouts=de timezone=Europe/Berlin"
loopback loop (hd0,msdos2)/$isofile
linux (loop)/live/vmlinuz-4.19.0-8-amd64 boot=live config findiso=$isofile $cmdline 
initrd (loop)/live/initrd.img-4.19.0-8-amd64

Ecryptfs kommt aus der Mode. Moniert wird bei dieser Festplattenverschlüsselung, dass es nicht ganz sicher ist. Das stimmt in gewisser Hinsicht. Für mich ist es aber kein Bug sondern eher ein Feature. Moniert wird, dass wenn sich ein Nutzer einmal mit seinem Passwort eingeloggt hat und sein /home entschlüsselt ist, dass dann das Verzeichnis entschlüsselt ist und zwar auch dann, wenn er sich wieder auslogt. Dieses Ausloggen kann zum Beispiel passieren wenn man Strg+Alt+Tab macht und den Xserver abschiesst, weil das System aus welchen gründen auch immer zuviel swapt, weil man Blödsinn angestellt hat, und das eine gute Möglichkeit ist, den wildgewordenen Prozess gewaltsam zu beenden. In diesem Moment ist das Verzeichnis dann immer noch unverschlüsselt und mit physischen Zugriff lesbar. Das kann man als Sicherheitslücke einer ordentlichen Verschlüsselung betrachten. Ja es ist nicht so sicher wie eine Verschlüsselung auf Geräteebene. Man könnte auch sagen, es ist broken bei Desigen, weil es nur eine Dateiverschlüsselung Jahrelang also so von 2006 bis 2018 hat das niemanden gestört. Irgendwann hat aber wohl ein Sicherheitsfanatiker dazu einen Bug aufgemacht. Und jetzt scheint ecryptfs aus allen Distributionen zu fliegen. So ist ecryptfs auch in  Buster nicht enthalten.  Ebenso weil die Meute dann allesamt in die gleiche Richtung rennt, ist es auch in Devuan Beowulf nicht enthalten. In Devuan Ascii ist es noch vorhanden.  Nun ich habe mein Home aber 2006 mit ecryptfs verschlüsselt und ziehe es seitdem halt immer mit. Tatsächlich hat das Heimatverzeichnis eine Größe erreicht, dass ich nicht genügend Platz auf der Festplatte habe um es so eben mal unentschlüsselt auf dieselbe Festplatte zu legen. Um ecryptfs rückgänge zu machen, sagt die Anleitung einfach entschlüssel es mach ein tar aus den entschlüsselten Daten, dann eine umount auf das private und dann wieder entpacken. Nette Empfehlung, aber die verschlüsselten Daten sind dann immer noch auf der Festplatte und man braucht den Platz quasi dreimal um das wieder rückgängig zu machen. In meinem Fall auf einer 500GB Platte also 600GB bei einem Heimatverzeichnis von 200GB.

Deswegen beinhaltet mein Test auch immer, komme ich auch wieder an meine Daten.

To be continued ….